Geschichte

Seine Vorfahren stammen aus dem nördlichen Sibirien, wo sie seit langen unentbehrliche Begleiter für das dort lebende Nomadenvolk waren und noch immer sind. 

1909 meldete sich William Goosak (ein Pelzhändler) mit seinen Hunden zum All-Alaska-Sweepstakes-Schlittenhunderennen an. (408 Meilen - 656,6 Kilometer von None nach Candle und zurück.) Zu anfangs wurde William von den anderen Rennfahrern ausgelacht und verspottet, dass seine Hunde zu klein seien. In diesem anspruchsvollem Rennen gewann er dann den 3. Platz. Sowie zwei andere Gespanne mit Huskys belegten den 2. Platz und den 4.Platz.

So begann 1910 die Zucht der Siberian Huskys durch den norwegischen Musher Leonard Seppala. Mit seinen bekanntesten und wichtigsten Rüden Togo. 

Im Januar im Jahre 1925 brach in der kleinen Stadt Nome, einer sehr abgelegenen Gemeinde in Alaska, eine Diphtherie Epidemie aus. Es gab nicht genügend Medikamente um diese Krankheit einzudämmen.  Erst in der 1.000Km entfernten Stadt Anchorage gab es genug Medikamente. Aufgrund von Schneestürmen ,eisigen Temperaturen  und der Unzugänglichkeit des Geländes war es unmöglich, die Medikamente  per Flugzeug oder Zug zu transportieren. Doch die Zeit drängte und so war die einzige Option ein Staffellauf mit mehreren Hundeschlitten. 

Leonard Seppala würde gebeten mit seinen Leit-Hund Togo die Längste und schwierigste Strecke von mehr als 400Km in einem Schneesturm bei über -50 Grad Celsius zu übernehmen. 

Togo führte sein Team durch die härtesten Abschnitte, einschließlich über das dünne Eis des gefrorenen Norton Sounds, wobei bei ihrer Überquerung das Eis brach. Leonard Seppala und Togo schafften die Strecke trotz allen Natureinflüssen in Rekordzeit  und so konnte die Medizin doch noch rechtzeitig in Nome ankommen und viele Leben retten.  


Aussehen 

Die Merkmale des Aussehens sind nach dem Rassestandard gerichtet.  Dabei werden die Rüden bis zu 60 cm und Hündinnen bis zu 56 cm Schulterhöhe groß. Das Gewicht liegt bei den ausgewachsenen Rüden bei 28 kg und bei den Hündinnen bei 23 kg. Der Körperbau des Husky soll in der Proportion des Goldenen Schnittes liegen und ist für die Arbeit in der Zugarbeit angepasst. 

Sein Fell besteht aus zwei Schichten der Unterwolle und dem längeren Deckhaar. Die Unterwolle wird ein bis zweimal oder nach einen Wurf gewechselt. Die Unterwolle ist meist weiß bis leicht gefärbt, wo stattdessen das Deckhaar von weiß über grau, schwarz und auch rot sein kann. Meist eine intensivere Färbung am Rücken und am Kopf des Hundes. Es gibt auch gescheckte Huskys (Pinto) ist aber eher selten zu sehen. 

Die Augen können braun, bernsteinfarben und blau sein. Gemischte Augenfarben können auch vorkommen und gehört zum Rassestandard.  Des Öfteren kommt ein Hund mit einem blauen und einem andersfarbigen Auge zur Welt (Odd-eyed). 

Die Rute des Huskys sollte nicht eingerollt über den Rücken getragen werden. Die Rute dient dem Husky im Schnee als Luftfilter, wenn er eingerollt im Freien schläft.


Charakter

Der Siberian Husky hat einen einzigartigen Charakter der sich von anderen Hunderassen abhebt. 

Freundlich und sozial. Huskys sind sehr menschenfreundliche Hunde und genießen die Gesellschaft mit dem Menschen und auch von anderen Hunden. Sie sind selten aggressiv, daher auch keine Wachhunde da sie selbst Fremden gegenüber offen sind.  Sie sind sehr loyale Hunde.

Intelligent, aber eigenständig. Huskys sind oft extrem schlau, aber auch unabhängig. Das kann bedeuten das sie oft eigenständig entscheiden und daher nicht blind gehorchen. Sie brauchen einen Besitzer, der konsequent, geduldig und kreativ ist, um sie zu motivieren. 

Energisch und aktiv. ein Siberian Husky wurde ursprünglich als ein Schlittenhund gezüchtet, weswegen sie eine enorme Energie und Ausdauer aufweisen können. Daher brauchen sie viel Bewegung und Kopfarbeit. (Laufen, Lange Spaziergänge, Canicross, ...) 

Verspielt und abenteuerlustig. Huskys lieben es neues zu entdecken da sie sehr neugierige Hunde sind. Sie sind gerne daher auch Ausbruchskünstler. 

Rudelbildung. Sie brauchen einen Besitzer, der sie sicher Führt. Denn als Rudeltiere fühlen sie sich in einer Familie oder in einem Team am wohlsten. 

Sensibel und liebevoll. Diese Hunde haben ein gutes Gespür für die Stimmung des ihn Gegenübers. Sie lieben es zu kuscheln und genießen das Familienleben. 

Die Kommunikation. Sie können Jaulen und "reden" gerne, daher bellen sie eher selten. Manche haben ein beindruckendes Repertoire an Tönen, um ihre Gefühle auszudrücken. 

Pflegeleicht und flauschig. Der Siberian Husky hat ein sich selbst reinigendes Fell und bekommt daher wenig Geruch nach Hund. Dennoch gibt es im besten Fall zwei mal im Jahr einen Fellwechsel der nichts für schwache nerven ist.